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Gerald Friese liest Edgar Allan Poe

Aus dem Amerikanischen übersetzt und neu interpretiert von Gerald Friese

© 2011 iListen
ISBN 978-3-943056-07-5
Inszenierte Lesung
Genre: Klassik Grusel
(Spieldauer CD´s insgesamt ca. 96 Min)
empfohlen ab 16 Jahren

2 CD
Preis 12.95 €

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Verlockende Literatur an der Todesschwelle - Gerald Friese liest Edgar Allan Poe

Ungeheure Begebenheiten, rätselhafte und skurrile Todesfälle, Mord und Moder, Gift und Grausen - mit einer geheimnisvollen Sammlung von drei Erzählungen des Meisters des Grauens, Edgar Allan Poe, zaubert der Schauspieler Gerald Friese mit einer wandlungsreichen Stimme dem Hörer ein Gefühl in die Seele, das sich ihm die Ohren und Nackenhaare aufstellen...


INFO
Das Fass Amontillado, engl. "The Cask of Amontillado", ist eine der berühmten späten Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe.

Der Ich-Erzähler Montrésor lockt den verhassten Fortunato, der sich noch für Montrésors Freund hält, während des Karnevals in die Gewölbe unter seinem Palazzo und mauert ihn dort als Rache für erlittene „tausendfältige Unbill“ lebend ein. Als Köder dient Montrésor ein Fass Amontillado, das dort unten angeblich auf die beiden Kenner wartet und begutachtet werden muss. Immer wenn Fortunato mitzukommen zögert, erwähnt Montrésor Luchesi (in versch. Quellen auch "Luchresi") einen anderen Freund, den er ja auch um sein Urteil bitten könne. Das genügt, um Fortunato in die mörderische Falle zu locken. Was Fortunato dem Ich-Erzähler Montrésor angetan hat, bleibt im Dunkeln.

Im Text erwähnt Montrésor sein Familienmotto "Nemo me impune lacessit", d. h. "Niemand kränkt mich ungestraft" oder auch "Niemand greift mich ungestraft an". Nicht in jeder Fassung des Textes wird das lateinische Familienmotto übersetzt. (Quelle: Wikipedia)

HÖRPROBE

 

Markus Winter
Gerald Friese
aufgewachsen in Hamburg, Studium an der Schauspielschule Stuttgart. Nach einer Zeit als Gast am Staatstheater Stuttgart und als Dozent an der Internationalen Schauspiel-Akademie Crearte Stuttgart arbeitet er heute als Schauspieler, Literatur-Performer und Theater-Regisseur.

Sein künstlerischer Bereich umfasst die Literatur in Lesungen & Performances, musikalisch-literarische Soireen, Hörbücher, Inszenierungen und Schauspiel-Seminare u. a. für die Süddeutsche Blindenhör-Bibliothek, den SWR, die Filmakademie BW, pädagogische Einrichtungen und zahlreiche namhafte Firmen. Seit 2oo6 ist er auch als Autor und Dramatiker tätig.

www.geraldfriese.de

 

Amadeus Templeton
Amadeus Templeton wurde 1975 in Herdecke geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von 9 Jahren. Seine Lehrer waren F. Blume, Ekkehard Hessenbruch, Gottfried Hahn und Niklas Eppinger.

1999 begann er sein Studium in der Klasse von Prof. Bernhard Gmelin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und schloss dieses mit dem Diplom im Sommer 2005 ab.

Er war Teilnehmer von Meisterkursen, u. a. beim Alban Berg Quartett, Orpheus Quartett und bei Bruno Canino, sowie Teilnehmer verschiedener Festivals (Biennale für neues Musiktheater in München/ Schleswig-Holstein Musikfestival/ Rostropovich and his Friends, Ludwigshafen/ Viva-Cello, Liestal-Schweiz).

Wichtige künstlerische und musikalische Impulse erhielt er von Prof. Gerhart Darmstadt. Amadeus Templeton war Stipendiat der Franz-Wirth-Gedächtnisstiftung, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und der Richard-Wagner-Gesellschaft in Bayreuth. Er ist Mitglied im Kammerorchester Hamburger Solisten und Gründungsmitglied des Arion Ensemble Lübeck mit dem er regelmäßig konzertiert. Seit 2004 hat er ein Engagement für Theatermusik am „Thalia Theater Hamburg.

Amadeus Templeton wurde 2005 zusammen mit Gregor Burgenmeister für die Gründung des Magazins „concerti-Das Hamburger Klassikmagazin“ mit dem Sonderpreis für Kulturelles Nachwuchsangagement der Oscar und Vera Ritter-Stiftung ausgezeichnet.

Weiterhin gehören eine regelmäßige Jury-Tätigkeit bei Jugend Musiziert sowie seit 2004 eine Dozentenstelle am Musikseminar Hamburg, zu den vielfältigen Tätigkeitsfeldern des Cellisten.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.amadeus-templeton.com

 

Vielen Lesern und Hörern kommt die Lektüre Poes wie ein Gang ins Reich der Alpträume vor. Was ist Ihr größter Alptraum?

Na ja, beruflich - das kennt wohl jeder Schauspieler - auf der Bühne zu stehen, den Text zu vergessen, und die Souffleuse oder der Souffleur schläft. So einen Traum hatte ich in der Tat einmal kurz vor einer Premiere, als ich am Staatstheater engagiert war. Zum Glück ist beides real noch nie eingetroffen. Vielleicht sind Träume auch deshalb wichtig, dass etwas seelisch schon ‚vorweg gelebt’ und erlebt wird, dann ist das reale, physische Erleben gar nicht mehr notwendig.

Und was verbindet Sie mit Poe?

Poes Eltern waren beide Schauspieler, aber das ist nur eine Äußerlichkeit.
Poes Ansatz, seine Charaktere psychologisch, fast analytisch zu fassen und zu beschreiben, allen Personen eher seelisch-fühlend als äußerlich durch die Handlung zu folgen, ist für mich als Schauspieler und Regisseur unendlich interessant, denn ich bin ja auch immer auf der Suche nach dem stimmigen Subtext, wenn eine Figur auf der Bühne etwas äußert. Also befrage ich mich immer sehr genau, was denkt und fühlt diese Figur in jedem Moment, während und besonders bevor sie etwas spricht oder tut. Und noch eine weitere „Äußerlichkeit“, sowohl seine Mutter als auch sein Vater starben in jungem Alter an Tuberkulose. Diese Krankheit spielt eine sekundäre Rolle in meinem jüngsten Theaterstück, das im Frühjahr im Buchhandel erschien. In diesem Stück Der Fuhrmann des Todes (frei nach einer Erzählung Selma Lagerlöfs) geht es primär um das Phänomen der Nahtod-Erfahrung, eine Thema, das sich ja inzwischen wissenschaftlich und kulturell etabliert hat, auch bereits im Film (z.B. Hereafter mit Matt Damon). Und auch von E. A. Poe kann man behaupten, dass sein Geist sich ziemlich nah an der Todesschwelle bewegt hat, in seinen Erzählungen sowieso, aber auch in seinem realen Leben. Er starb ja auch interessanterweise mit nur vierzig Jahren unter bisher ungeklärten Umständen.

Weshalb gerade dieser Schriftsteller, und weshalb die Auswahl dieser Geschichten?

Vor kurzem feierte die Welt seinen 2oo. Geburtstag und zeitgleich seinen 16o. Todestag, auch das vielleicht eher nur ein äußerlicher Gesichtspunkt, aber für einen Literatur-Begeisterten wie mich und auch für alle Kultur-Interessierten überhaupt doch ein würdiger „Aufhänger“. Außerdem gilt er als der ‚Erfinder’ des Detektiv-Romans, des Krimi-Genres überhaupt, sein Einfluss auf Jules Verne, Conan Doyle und H. G. Wells ist wohl unbestritten. Selbst beeinflusst war er anscheinend vom deutschen Schriftsteller E .T. A. Hoffmann, und Poe liebte, war beinahe schon besessen von Geheimnissen und Hieroglyphen, von Zahlen- und Buchstabenrätseln. Das alles beispielhaft mit dreien seiner Geschichten irgendwie sprachlich umzusetzen, hat mich natürlich gereizt.

Eine meiner ersten Horrorgeschichten, die ich als Kind kennengelernt habe, war eine Poe-Erzählung, es war die bekannte Geschichte Grube und Pendel, und Motive oder Bilder dieser ‚Horror-Vision’ habe ich nie wieder aus meinem Bilder-Gedächtnis entlassen können - natürlich nicht aus pathologischen Gründen, sondern einfach weil sie meisterhaft und eindrücklich geschildert waren, eben einfach unvergesslich. (lacht)

Übrigens erinnere ich mich, dass ich diese Erzählung nicht selbst gelesen, sondern vorgelesen bekommen habe, und immer wieder habe ich es in meiner Kindheit und auch später als Erwachsener erlebt, dass vorgelesene Geschichten mir länger und eindrücklicher bewahrt blieben als selbst gelesene. Auch die Stimmen der Sprecher sind mir zum Teil heute noch im Ohr.

Bei der Auswahl dieses Hörbuches hab ich darauf geachtet, dass verschiedene Aspekte und Charaktere einen Raum bekommen. Die meisten der Erzählungen Poes sind ziemlich lang, und für so ein Medium wie das Hörbuch kann man dann oft nur eine einzige Geschichte wählen. Das hätte ich schade gefunden. So habe ich drei der nicht ganz so langen ausgewählt, und dabei natürlich darauf geachtet, dass ich persönlich eine Beziehung zu den Vorgängen und Personen habe, denn der Zugang gelingt nicht in jeder seiner Geschichten gleichermaßen. So ist es dann immer sehr individuell, was ein Schauspieler mit und an einem Text erlebt und dann reproduzierend für einen Zuhörer wieder erlebbar machen kann… - aber das ist ja immer so…

Eine besondere Freude bei diesem Projekt hat mir die Zusammenarbeit mit dem Cellisten Amadeus Templeton gemacht, der in seinen Improvisationen so feinfühlig und analytisch die Poe’schen Bilder in Töne umgesetzt hat.  

Nun wünsche ich unseren Hörern ein Horror-Vergnügen, genussvolle Visionen und Bilder in den Ohren und Köpfen und natürlich traumerfüllte, und aufreizende Nächte !!!

Ihr Gerald Friese

Meinungen:

Die perfide Rache, die Poe in seiner Kurzgeschichte schildert, wird in dieser Hörfassung bestens vermittelt. Das Fass, mit dem der Rächer seinen Widersacher lockt, existiert nicht, doch die Gier siegt.
Eine dunkle Geschichte, die den Hörer auch in der heutigen Zeit noch zum Gruseln bringt.

Note 3+

Hörspiegel-Skala:(von 10 erreichbaren Punkten)

Story/Inhalt: 8,0
Atmosphäre: 9,0
Sprecher: 8,0
Aufmachung: 6,0
Gesamtwertung: 7,8

(Quelle: Der Hörspiegel)


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